#therose – Montag – monday is songday

It’s time to sing a song…

Ihr kennt den Song „The Rose“ bestimmt.

Manche von euch würden wahrscheinlich sagen, es sei das schnulzigste Lied aller Zeit und ja tatsächlich ist es bekannt von Hochzeiten, Beerdigungen oder anderen ergreifenden Ereignissen. Man greift gern darauf zurück, um möglich alle zu Tränen zu rühren…zugegeben, das ist bei einer Beerdigung nicht nötig, aber das Lied unterstreicht die Stimmung nochmals ganz gut, ist sehr passend und kommt nicht irgendwie „aufgesetzt“ rüber.

„The Rose“ der Film handelt von der Rocksängerin Mary Rose, ebenfalls gespielt von Bette Midler, die sich durch ein alkohol- und drogengeprägtes Musikerleben kämpft. Geknebelt durch dirverse Verträge und Verpflichtungen muss sie immer weiter und öfter auftreten, flüchtet sich in eine aussichtslose Männergeschichte und bricht schließlich tot auf der Bühne zusammen. Produziert wurde der Film im Jahr 1979 in Amerika.

Angelehnt wurde die Story an die Biografie von Janis Joplin. Janis hatte ja Power ohne Ende und lebte das schnelle und zerstörerische Leben des Rock’n’Roll durch und durch.

Ein Jahr später, also 1980, erhielt Bette Midler für Ihre Darstellung von Rose den Golden Globe Award als beste Schauspielerin und beste Nachwuchsdarstellerin. Der Titelsong „The Rose“ erhielt ebenfalls einen Golden Globe. Außerdem gewann Bette für diesen Song etwas später den Grammy Award als beste weibliche Pop-Sängerin.

Grund genug, sich näher mit diesem Musikstück befassen. Ebenso dramatisch, wie die Geschichte im Film ist auch der Songtext. Vielleicht ein Grund, warum man ihn gerne auf Beerdigungen oder anderen traurigen Anlässen spielt.

Man muss ja nur eine der ersten Passagen übersetzen und weiß sofort Bescheid:

„…love, is a razor, that leaves your soul to bleed“ – “Liebe ist ein Rasiermesser, das die Seele bluten lässt.

Schon ziemlich dramatisch, aber so kann Liebe nunmal manchmal sein, schon gut, dass Sie uns in Ihrem Lied dann auch wieder Mut macht und sagt: “…I say love, it is a flower and you ist only seed…“ – „Ich sage dir, die Liebe ist eine Blume und du bist ihr einziges Samenkorn“.

Eins steht fest, das Lied ist nichts für zarte Gemüter und ob es für mich unbedingt so erstrebenswert ist, diesen auf einer Beerdigung zu singen ist auch fraglich, aber man kann gesanglich gut damit arbeiten. Das tonale Spektrum ist nicht besonders weit gefasst, d.h. auch wenn jemand am Anfang steht und sich bei den höheren Tönen noch unsicher ist, ist der Song gut machbar.

Auf Grund der Dramatik ist eher auf die Emotion zu achten und, dass man die Töne gut halten kann, d.h. immer schön mit dem Bauch stützt.  Man sollte die wichtigen Passagen im Text richtig auskosten, dass so die nötige Emotion auskommt.

Sieht man sich das Notenbild an, so ist der Song von vielen Haltebögen d.h. Ligaturen geprägt, was meine Behauptung unterstreicht.

Auf der Gitarre spiele ich den Song in C-Dur. Die drei Grundakkorde in der Tonart C-Dur sind C-Dur (C – E – G), F-Dur (F – A – C) und G-Dur (G – B – D). Diese drei Akkorde bilden für viele Poplieder die Grundlage, so auch für „The Rose“ in meiner Interpretation.

Die Gitarre ist normal gestimmt, als „standard tunig“ und ich benötige den Kapodaster im 2. Bund (der Kapodaster ist eine Vorrichtung, um die schwingende Länge der Saiten einer Gitarre zu verkürzen, d.h. die Gitarre schlicht und ergreifend höher zu stimmen, ohne am tunig rumbasteln zu müssen).

_35

Ein Kapodaster

 

Und dann kanns auch schon losgehn und zwar so:

c-g

usw… den Text findet Ihr ja überall im Netz.

Den ersten Verse spiele ich so, dass ich jeden Akkord einmal anspiele als, bei „love“ – Abschlag, „river“ – Abschlage, „drowns“ – Abschlag usw. (englisch downstroke, falls ihr euch mal ein youtube-Video anschaut)

Ab dem zweiten Verse beginnt ich dann mit einem Schlagmuster, welches wie folgt aussieht:

↓ ↓  ↓  ↓ ↑  ↓ ↑  ab-ab-ab- ab-auf-ab-auf (down-down-down-down-up-down-up)

Die letzte Passage des Liedes sollte man als Sängerin voll und ganz auskosten:

„Lies the seed that with the sun’s love, in the spring becomes the rose“

wenn man will kann man das Ende sogar ganz ohne Begleitung singen, dann muss aber jeder Ton sitzen, auf dem Punkt sein und voller Kraft und Emotion kommen. Ich mache wie am Anfang, also nur Abschläge.

Egal zu welchem Anlass, der Song ist wirklich der Hammer und sehr ergerifend, wenn man alles richtig macht. Die Akkorde sind einfach, also gut für Anfänger geeignet. Also nichts wie ran an die Seiten und los gesunden.

Vergesst bitte nie: Love is not only for the lucky and the strong…

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