#baptismalsong – Sonntag – Herzlich willkommen auf dieser Welt

Gründe, um zu feiern gibt es ja genügend, aber was könnte schöner sein, als einen kleinen Menschen willkommen zu heißen auf dieser Welt.

Am Sonntag durfte ich das persönlich tun, denn zusammen mit einem guten Freund habe ich ein wunderschönes Lied bei einer Taufe in Kulmbach gesungen.

 

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Aber Taufe? Was ist das eigentlich?

Die Taufe ist ein christiliches Ritual (in diesem Fall waren wir auf einer katholischen Taufe), streng genommen wird der kleine Mensch erst durch die Taufe zum Christ und somit Mitgleid der Kirche. Für die Christen bedeut dies, dass das Kind durch die Taufe von Gott angenommen ist und von nun an unter Gottes Schutz und Segen lebt.

In der katholischen Kirche bezeichnen die Christen die Taufe als erstes Sakrament (Sakramente sind sichtbare Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit, wie es der Glaube an Gott ja ist).

Das Taufsakrament wird durch einen Prieser oder Diakon gespendet, in unserem Fall war es ein Dekan (den genauen Unterscheid zu erklären wäre jetzt zu weit gefasst, denn in Notfällen kann es auch von jedem anderen Menschen gespendet werden).

Was fällt einem nun als erstes ein, wenn man an die Taufe denkt? Natürlich, das kleine Menschlein, das über den Taufstein gehalten wird, um es mit geweihtem Wasser zu begießen. Das ganze hat natürlich auch einen biblichen Hintergrund, denn diese besagt „Die Taufe ist wie ein „Wasserbad“, durch das der Mensch von seiner Sünde gereinigt wird“ (Epheser 5,25-27)“. Im Englischen heißt die Taufe übrigens baptism, was ursprünglich aus dem Griecheischen stammt und „untertauchen, im Wasser eintauchen“ bedeutet.

Die Taufe ist auch ein Symbol für das Sterben und Auferstehen des Menschen, den Jesus ist lt. Bibel für uns und unsere Sünden gestorben und wieder auferstanden, was für die Christen bedeutet, dass das Leben nach dem Tod nicht zu Ende ist, sondern in einer anderen (Himmels-) Welt fortgesetzt wird. Bei den Hebräern war der Atem ein Kennzeichen des Lebens. Wenn jemand im Wasser untergetaucht wird, atmet er nicht mehr. Dieser Zustand gleicht also ein wenig dem eines Toten. Nach dem Auftauchen atmet der Getaufte wieder ein und beginnt ein neues Leben mit Christus.

Um genau zu sein, müsste man also den kleinen Täufling komplett untertauchen, was natürlich keiner mehr tut, es ist heutzutage eher ein symbolisches Ritual.

Einige meist freien Christengemeinden praktizieren das etwas anders, denn da gibt es noch die sogenannte Erwachsenentaufe, bei der man sich an einem Gewässer trifft und sich vom Pastor tatsächlich komplett untertauchen lässt.

Grundsätzlich gilt, man möchte mit der Taufe sagen:

„Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls… und Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu… Du bist du…. das ist der Clou, ja der Clou….Ja du bist du.“

…so heißt es auch in dem Song „Vergiss es nie-du bist du“ von Jürgen Werth, den ich passend zu dem wundervollen Anlass zum Besten geben durfte.

Und kommt man in seinem Leben irgednwann ins Zweifeln, egal ob man getauft ist oder nicht, groß ist oder klein, dick oder dünn, anders oder der Norm entsprechend… ist nicht die Vielseitigkeit das, was das Leben und die Menschen so besonders machen?

Die Autorin Julia Engelmann fasst das ganz gut in Worte:

„Und was soll das überhaupt heißen?
Was soll das überhaupt heißen, jemand ist sonderbar und eigenartig,
das sind doch bloß Synonyme für besonders und für einzigartig
Jemand sagt dir: „Du bist anders“, Dann denk dir für dich: „Anders ist nicht falsch, ist bloß ’ne Variante von richtig“

In diesem Sinne, hier eine Kostprobe von dem kleinen Tauf-Konzert, viel Spaß beim Anhören:

 

 

 

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